01.09.2009

1. September 1939: 70 Jahre danach

Michael in am 1. September 2009, 19:32   Kommentar schreiben »

Angriff auf die Danziger Westerplatte

Heute vor 70 Jahren griff die Wehrmacht mit dem Linienschiff (Kriegsschiff) Schleswig-Holstein), die zum einem “Freundschaftsbesuch” in der Bucht lag, die Westerplatte in Danzig an. Etwa zeitgleich wurde die kleine polnische Stadt Wielun zerstört.

Aus Berlin ließ Hitler im Radio verbreiten: “Seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen”. Außerdem ließ der Führer folgende Behauptung über eine Pressemitteilung bekanntgeben: Polen zwingt uns den Krieg auf.

Der als “Überfall auf Polen” in Deutschland, in Polen als Septemberkampagne (Kampania wrześniowa) bezeichnete Angriff löste den zweiten Weltkrieg aus – diesem Angriff ging keine formale Kriegserklärung voraus. Frankreich und Großbritannien erklärten dem Deutschen Reich am 3. September nach Ablauf eines Ultimatums den Krieg.

Von 1939 über 1989 bis 2009 – Faschismus, Kommunismus, Demokratie

“Das Jahr Jahr 1989 feiern heißt auch, sich an 1939 zu erinnern” – eine Initiative deutscher Intellektueller und Politiker hat deshalb eine Erklärung zur Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes abgegeben, die das Leid des polnischen Volkes anerkennt, gleichzeitig aber auch den Bezug zum Jahr 1989 herstellt, in dem in Warschau bereits viele Weichen für die Öffnung der Grenzen, die Öffnung hin zur Demokratie gestellt wurden. Im polnischen Kulturzentrum in Berlin finden derzeit zum Thema einige interessante Veranstaltungen statt.

Kanzlerin Angela Merkel hält sich in Polen auf, hat bereits an Kranzniederlegungen teilgenommen und betont: Wir haben unendliches Leid über die Welt gebracht. Putin hatte schon vorher in seinem Beitrag für die polnische Gazeta Wyborcza geschrieben: “Aber haben nicht ein Jahr zuvor Frankreich und Großbritannien in München das berühmte Abkommen mit Hitler geschlossen, das alle Hoffnungen zunichte machte, eine gemeinsame Front gegen den Faschismus zu errichten?” Gleichzeitig machte er deutlich, das der Hitler-Stalin-Pakt eine Katastrophe für Europa gewesen sei.

Gegenwart und Zukunft – Deutsche und Polen heute

Doch was bedeutet das heute für Deutschland, für Berlin?

Wie ist das Bild von Polen in Deutschland? Immer noch fallen mir viele Unterschiede in der Einstellung zum polnischen Volk zwischen Ost und West auf.

Wie ist das Bild von Deutschland in Polen? Polnische Freunde in Berlin sagen mir: ihr Deutschen thematisiert zu wenig, was passiert ist. Da sind sie einer Meinung mit dem polnischen Historiker Robert Traba. Wenn ich in Polen bin, kommt es mir andererseits sehr massiv aufbereitet vor.

Zwei Extreme? Gleichgültigkeit gegen Überbetonung?

Es geht immer um Schuld, um Kummer, um Schmerz, um Angst vor Wiederholung. Das macht diese Geschichte so emotional.

Die Diskussion um das Zentrum für Vertriebene zeigt deutlich, wie die Befindlichkeiten liegen. Die Springer-Presse in Polen steuert ebensowenig zum Völkerverständnis bei wie manche Medien in Deutschland. Und die Differenzen der Russen mit den Polen zeigen auch deutliche Wahrnehmungsunterschiede auf.

Doch wie sehen unsere Leser das?

Wie wichtig ist die Aufbereitung der Geschichte?

Wie sehen Berliner das Verhältnis zu Polen?

Ist Verständnis auf beiden Seiten da?

Wer kennt Polen überhaupt näher, und wieweit kennen die Polen das heutige Deutschland?

Ich freue mich auf interessante Kommentare!

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Graffiti: Fuck the System und ein Skiz - Skin

Michael in am 1. September 2009, 17:23   7 Kommentare »

Graffiti-Poster "Fuck The System" Foto: MM (HSB)

Zwei Graffitis, zwei zum Teil überschneidende, zum Teil extrem konträre Positionen der dargestellten Personen innerhalb unserer Gesellschaft.

Interessant ist dabei die Darstellung: während der Skin sich eher fahl, besoffen und antriebsarm zeigt, ist der “Systemfucker” dynamisch, aber gesichtslos – eine Kritik, die sich das Kapitalsystem (oft zu Recht) von seinen Gegnern gefallen lassen muss.

Möglicherweise ist bei beiden eine bewusste, konterkarierende Darstellung – vielleicht aber auch nur eine subjektive Interpretation.

Graffiti Skin FH 08.2009 Foto: MM (HSB)

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Kandelaber am Charlottenburger Tor

Linda in am 1. September 2009, 14:47   1 Kommentar »

Puh! Habe ich ein Glück!

Gerade noch rechtzeitig am Sonntag hatte ich ein Bild gemacht von einem entblätterten Baugerüst -von der Werbung befreit – sozusagen.

So ähnlich sollen also die lange angekündigten Kandelaber der Stiftung Denkmalschutz einmal aussehen.

Der Blick darauf ist aber bereits heute wieder verstellt – eine Partei, die am Sonntag einen Denkzettel bekommen hat, macht ab heute dort verstärkt Wahlwerbung…

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Dienstag, den 1. September 2009

Linda in am 1. September 2009, 10:48   Kommentar schreiben »

Es ist schon wieder September, trotz Sommerhitze ist ab heute meteorologischer Hebstbeginn, die ersten Spekulatius tauchen in den Supermärkten auf, was also erwartet die Hauptstädter zum Beginn der

31.08.2009

Abgekürzt: Berliner Orte im Rucksackberliner-Sprachgebrauch

Michael in am 31. August 2009, 14:54   62 Kommentare »

Die Abkürzungen haben es in sich in Berlin – und lassen Rückschlüsse auf soziale und geographische Herkunft des Verwenders zu. Außerdem kann man daran manchmal die Ost- oder West-Abstammung erkennen, und wie lange sich ein Zugezogener ungefähr in der Hauptstadt schon aufhält. Ein bisschen ethnologische Forschung muss ja sein!

Der Berliner, egal aus welchem Bezirk, kennt keine Diminutive, keine Verniedlichungen wie zum Beispiel das Rheinische, bleibt hart in der Sprache und wenig blumig, eher deftig-direkt. Die nachfolgenden Abkürzungen sind eher eine nachwendianische Entwicklung, durch vermehrte nationale wie internationale Bevölkerungszuzüge haben sich diese Ortsbezeichnungen eingeschlichen.

DISCLAIMER:
Im folgenden habe ich die Abkürzungen aus meiner Sicht bestimmten, typischen Menschen zugeschrieben, also VORSICHT!: 1. subjektive Eindrücke, 2. es kommt zur Verwendung von Beschreibungen, die als Vorurteil empfunden werden können, und 3. es erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit…;-)

Wittenbergplatz: “Ich muss am Witti umsteigen” – junge Schwäbin, die in Charlottenburg wohnt und gern in der Marheineke-Markthalle und in der Bergmannstraße einkaufen und essen geht, weil das so authentisch ist…

Nollendorfplatz: “Am Nolli sind die ganzen coolen butchen Gay-Bars” – Jung-Schwuli aus dem Rheinland (zumeist Köln), der in Schöneberg wohnt, aber nicht am Nollendorf- Winterfeldtplatz, sondern Richtung Südkreuz, da ist es billiger, und mann wird nicht jeden Tag von Versuchungen umgeben .

Helmholtzplatz: “Ich geh noch mal schnell am Helmi zum Tier-Bioladen” – alleinerziehende Mutti aus Franken, Schwaben oder Hessen mit Bio-Katze, einem 5jährigen vom Ex (Papi X) und dickem Bauch (7. Monat) von Papi Y, beide zahlen.

Kottbusser Tor / Görlitzer Park: “Ey Alta, wo hassn dit Jrüne Piece am Lager zu stehn, am Kotti oder im Görli? Ey, mach ma hinne, ick brauch wat, aba dalli!” – zugezogener männlicher Junki Mitte 40 aus Westfalen oder Frankfurt/Main, der aus Kosten- und Nahversorgungsgründen (bequemer!) seine neue Heimat (vor 20 Jahren) zwischen Kottbusser Tor und Görlitzer Bahnhof/Park gewählt hat .

Zoologischer Garten: “Mir is dit schnuppe, ob die Züje am Zoo-ologischen halten” – echter Westberliner mit eigenem Auto.

Alexanderplatz: “Ditte hast du am Alex jekooft?” – echter Ostberliner (Westberlin: dit ohne t und e), ungläubig darüber, dass es am Alex immer noch bezahlbares zu kaufen gibt.

Prenzlauer Berg: “Prenzl’berg ist sehr sehenswert und alternativ, lassen Sie sich von mir die schönen Straßen mit Boutiquen und kleine Kaffee-Lounges zeigen” – bayerische (Regenburger, Augsburger) Fremdenführerin, die ihre betuchte Frauengruppe in den frühen 40ern zwischen Kinderwagen und Latte-Macchiato-Bars am Kollwitzplatz vorbei zu den kleinen Geschäften führt (gegen Umsatzbeteiligung). Abgesehen davon klingt Prenzl so wie Pretzl, das heisst Brezel auf Englisch. Sehr mondän-international eben.

Kreuzkölln: “Ich wohne in Kreuzkölln (ein Szenebezirk!), da ist es echt ethno, krass billig und witzig” – junger endzwanziger Mann, aus westdeutschen Provinzen stammend, der nach Prollkölln gezogen ist, aber eigentlich gerne in Kreuzberg leben würde (frei nach unserem Leser Prokrastes in einem Kommentar am 06.08.), wo es aber keine bezahlbare Wohnung mehr gab .

Brandenburger Tor: “Das Brandi ist viel kleiner als ich dachte” – Berlin besuchender Tourist aus Überall-Deutschland, glücklich, am Pariser Platz zwischen darbietenden Künstlern, Botschafts-Wachpersonal und ausländischen Touristen ein Foto vom Tor gemacht zu haben .

Oberbaumbrücke: “Die OBB ist echt die schönste Brücke in Berlin” – wahrscheinlich aus Nieder-Österreich stammender Tourist (ÖBB ist die Österreichische Bundesbahn, und wer sieht und hört schon die Pünktchen), der mit Tourist Guide unter dem Arm versucht, irgendetwas wirklich aufgeräumt Schönes in Berlin zu entdecken.

Potsdamer Platz: “Am Potsi ist immer was los, und leckeres Eis gibt es dort, stand auch im Feinschmecker” – Neu-Zugezogene und Touristen, die im Berlin-Guide im Pocket-Format die 10 wichtigsten Berlin-Highlights abarbeiten .

Wer noch mehr Abkürzungen kennt – bitte in den Kommentar schreiben!

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Graffiti: Vorsicht Graffiti!

Michael in am 31. August 2009, 14:45   11 Kommentare »

Vorsicht Graffiti! Foto: MM (HSB)

In Fraktur-Schrift, eine Druckschrift die seit dem 16. Jahrhundert in Varianten gebräuchlich ist und 1940 von den Nazis verboten wurde. Umgangssprachlich, aber nicht korrekt auch altdeutsche Druckschrift genannt: Vorsicht Graffiti!

Ergänzt am 1. September 2009.

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Der Unterschied

Jürgen in am 31. August 2009, 08:04   3 Kommentare »

Anläßlich eines gestrigen Ausfluges zum Tegeler See machten wir die Bekanntschaft mit einer für uns neuen Sportart: Kanupolo. Auf einem Abschnitt des Hohenzollernkanals standen sich eine Hamburger Mannschaft und die Recken des KC Nord-West-Berlin gegenüber. Die Spieler fahren in Kajaks und versuchen, mit Hilfe der Hände und der Paddel, den Ball – fast Medizinballgröße – in das jeweils in 2 m Höhe befindliche gegnerische Tor zu befördern. Ein harter Sport, der Schnelligkeit, Robustheit und Schlagkraft, letzteres kann man auch sehr wörtlich nehmen, erfordert.
Nichtsdestotrotz gibt es am Ende des Spiels einen erschöpften, aber glücklichen Sieger und einen gleichfalls geschafften, aber mehr oder weniger deprimierten Verlierer.

Das ist der Unterschied zu wahlkämpfenden Parteien, ihren Vorständen und Vorsitzenden: Bei denen gibt es stets n u r Gewinner, wie immer das Spiel auch ausgeht!

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30.08.2009

Graffiti: Style-Writing von Bluff

Michael in am 30. August 2009, 19:04   16 Kommentare »

Graffiti: Style-Writing Bluff 152, März 2009 Foto: MM (HSB)

Ein klassisches Style-Writing-Graffiti in Treptow.

Wahrscheinlich eine Crew mit verschiedenen Tags (Namenskürzeln) von den Mitgliedern; es gibt mehrere Motive in Berlin, im Frühjahr/Sommer 2009 entstanden.

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29.08.2009

Graffiti: Kreuzberger Teufel

Michael in am 29. August 2009, 18:52   3 Kommentare »

Graffiti Kreuzberger Teufel, Berlin 2009 Foto: MM (HSB)

Ein wieder anderer Stil eines Graffitis als die vorangeganenen, Poster, mit wenigen Linien ein Männerkopf mit Mimik, durch farbliche Hervorhebungen wird spielerisch der Ausdruck, die Symbolik unterstrichen. Minimalistisch, aber wirkungsvoll!

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Tagesschwankungen eines Berliners

Jürgen in am 29. August 2009, 12:30   Kommentar schreiben »

Nun ist es wirklich lange heiß gewesen.
Heut früh ist es mal kalt. Da freut man sich.
Doch abends kann ich schon die Frage lesen:
Bleibt jetzt der kühle Wind? Wie fürchterlich!

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Sonnabend, den 29. August 2009

Bernd in am 29. August 2009, 09:44   3 Kommentare »

Ab Montag wird wieder in Schule gemacht. Rund 320.000 Schülerinnen und Schüler dürfen sich auf die Anfänge der reformatorischen Bemühungen ihres Senators freuen. Sollte man nicht zu Hause

28.08.2009

Graffiti: Boy needs HELP!

Michael in am 28. August 2009, 18:27   8 Kommentare »

Graffiti-Boy needs Help! Foto: MM (HSB)

Dieser Hip-Hopper mit Spraydose (oder Farbtube) braucht Hilfe – nur wofür?

Jedenfalls macht er die muchtige Ecke, in der er steht, schön bunt und abwechslungsreich, wo sonst nur grauer Beton wuchert .

Graffiti mit Character-Motiv in Treptow, mit Tags, wahrscheinlich von einem Crew-Member, da in der Nachbarschaft noch einige andere Graffitis (Style-Writings) mit ähnlichen Tags zu sehen sind.

Keine Sorge, es ist nicht an einem sanierten Altbau und auch nicht am Garagentor einer Vorstadtfamilie…

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Neuberliner - Berliner - Teil 1*

Jürgen in am 28. August 2009, 17:43   12 Kommentare »

Am Montag abend dieser Woche traf ich ihn mit seinen Kindern auf einem Nebenplatz im Jahn-Sportpark. Manchmal lauf ich hier meine Runden, heute wollte ich nur mal gucken.

Thomas ist 44 Jahre alt und kam 1996 aus Düsseldorf nach Berlin. Er hat Malerei in Maastricht studiert und ist glücklich, jetzt hier ein Atelier zu haben. Hauptberuflich arbeitet er jedoch als Modellbauhelfer. Mit seiner Zeit kann er gut disponieren, was sich günstig auf das Familienleben auswirkt.
Thomas hat ein nachdenkliches, aber offenes und sympathisches Gesicht – seinem Dialekt nach hätte ich ihn eher in Richtung Niedersachsen eingestuft – und er antwortet schnell auf meine Fragen. Als er nach Berlin kam, zog er zuerst in den Friedrichshain, der ihm aber nicht gefiel. Jetzt lebt er in Prenzlauer Berg, wobei er betont, daß auch alteingesessene Ostberliner in seinem Haus wohnen. Berlin ist für ihn eine Stadt mit ständiger Bewegung und Entwicklung, und er kann sich im Moment wirklich nicht vorstellen, einmal wieder wegzugehen.

Dreckig findet er die Stadt nicht so, jedenfalls nicht im Vergleich mit – er nennt diese drei – Solingen, Wuppertal und Aachen. Was ihn hier ärgert: Daß er jetzt zur Leichtathletik-WM keine preisgünstigen Karten mehr bekommen hat. Er hätte stattdessen für seine komplette Familie 200 € pro Tag hinblättern müssen – zu viel! Was ihn aber wirklich in Berlin stört, ist die Kulturpolitik, dieses Nebenbei und daß es für eine Hauptstadt nicht mal zu einem extra Kultursenator reicht. Dem Aufbau des Schlossforums kann er nichts abgewinnen, die Experimentierphase in den Monaten vor dem Abriß des Palastes hat ihm gefallen.

In seiner Freizeit fährt er gern zum Liepnitzsee bei Bernau. Er bestätigt mir, daß es die FKK-Badestelle auf der Insel im See noch gibt. Als ich seine Tochter anspreche, ob sie denn auch mal berlinert, schaut sie mich verständnislos an. Bei diesem Thema lächelt Thomas und meint, das käme auch bei ihm kaum vor.

*Berlin, der Schmelztiegel Deutschlands und europäischer Magnet. Menschen sind da, kommen, bleiben oder gehen wieder. Beispiele in loser Folge.

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Freitag, den 28. August 2009

Günter in am 28. August 2009, 10:27   19 Kommentare »

Arm trotz Arbeit: Jeder Zehnte Berliner Erwerbstätige kann von seinem Lohn nicht leben. Gewerkschaften kritisieren Unternehmen, die den Lohn aus Profitgründen drücken – und fordern

27.08.2009

Graffiti: FUNK Twenty Five - wie ein Writer sich selbst darstellt

Michael in am 27. August 2009, 17:59   40 Kommentare »

Ein Hamburger in Berlin: ein Graffiti von FUNK Twenty Five Foto: MM (HSB)

Dieses Graffiti ist von einem aktiven Writer / Streetart-Künstler aus Hamburg, der zu Besuch in Berlin war. Seit 1997 ist FUNK als Teil der Crew Twenty Five in der Szene, vertritt eine radikale politische Position und favorisiert vor allem illegale Graffiti, teils mit politischem Kontext. Vom Writing kommend, nutzt er derzeit viel die Poster- und Schablonentechnik (Stencil). Mehr über aktuelle Stencil-Graffitis gibt es hier zu lesen.

Dieses Graffiti ist wohl eine Art Selbstdarstellung: der Bursche auf dem Rad ist im entsprechenden Outfit des klassischen Writers unterwegs…

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Donnerstag, der 27. August 2009

Steffka in am 27. August 2009, 08:11   5 Kommentare »

Es bleibt sommerlich entspannt und mitten im Wahlkampf scheut man sich anscheinend gravierende Berliner Themen anzusprechen, sondern diskutiert lieber über den Missbrauch öffentlicher Gelder. Das

26.08.2009

Ampel in Schieflage

Michael in am 26. August 2009, 18:48   16 Kommentare »

Ist ja wirklich gar nicht sooo leicht, einen Miet-Lkw zu fahren. Und wenn dann noch ein Hebekran hinten dran ist, der nach Benutzung ordentlich eingefahren werden muss, na ja, das kann man schon mal vergessen.

So ging es jedenfalls diesem LKW-Fahrer heute nachmittag. Er wollte von einer Stichstraße in die Mühlenstraße nach rechts einbiegen, aber irgendwie ist er dann hängengeblieben…

Der Laster und die Ampel - der Fahrer hatte vergessen, den Kranausleger einzufahren Foto: MM (HSB)

…da er aber zunächst das Verheddern nicht bemerkte und langsam um die Kurve weiterfuhr, knickte er die ganze Ampel sehr stark um…

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Graffiti: Enten (Schnabeltier)

Michael in am 26. August 2009, 15:25   15 Kommentare »

Graffiti Poster Comic Schnabeltier Foto: MM (HSB)

Das ist doch nun wirklich Kinder- und Jugendfrei! Keine interpretierbaren Buchstaben, kein gequältes Tier, keine trauriges Kind, keine politische Aussage. Vielleicht eine kleine Überzüchtung…

Schnabeltiergruppe in Friedrichshain, August 2009 Foto: MM (HSB)

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Horst Schlämmer-Isch kandidiere

Jürgen in am 26. August 2009, 08:25   11 Kommentare »

Der Film läuft zur Zeit in Berliner Kinos, so auch gestern abend in der Kulturbrauerei. Der Saal ist zu dreiviertel gefüllt und bereits kurz nach Filmbeginn hört man das Kichern, Glucksen oder Wiehern des Publikums. Was ist passiert?

Der stellvertretende Chefredakteur des Grevenbroicher Tagblatt Horst Schlämmer will nicht nur über den Karnickelverein seiner Heimatstadt berichten, sondern über große Politik schreiben. Ihm fällt schnell auf, daß er das Zeug zu größerem in sich trägt, er gründet seine Partei (HSP) und will Bundeskanzler werden.
Der Weg führt ihn nach Berlin, wo aus Sternchen manchmal Sterne und aus grauen Mäusen zuweilen Politiker werden. Schlämmer findet unter diesen und anderen – mehr oder weniger – Prominenten Gesprächspartner und Unterstützer. Dabei wird die Figur Schlämmer im Film von einigen (Cem Özdemir, Bushido-mit HSP-Rap!) ernst genommen, andere geben nur ihre Politikerfloskeln wieder oder glänzen durch Humorlosigkeit.

Schlämmer schlägt im Parteiprogramm seiner HSP z. B. vor, alle Ministerien sofort in Grevenbroich zu konzentrieren und seine erste Dienstreise in die Niederlande zu unternehmen, damit er abends wieder zu Hause ist. Vergleicht man dies mit dem in der Realität abgelaufenen, quälend langsamen und teuren Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin wird klar: Die Realität ist allerdings viel schärfer und schlimmer als die Satire dieses Films!

Der Film hat ein simples Drehbuch und eine ebensolche Regie. Beides wird nicht unbedingt gebraucht, denn wir haben ja Horst Schlämmer, der mit Witz, Schlagfertigkeit, Ironie, Menschenkenntnis und den eigenen Leiden die Zuschauer zum Lachen verführt.
Ich empfehle den Film.

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Mittwoch, den 26. August 2009

Michael in am 26. August 2009, 01:21   8 Kommentare »

Heute aktuell: Wellen! Wellen von Vorurteilen: bestätigt! Eine neue Sparwelle für die Hauptstadt, Protestwellen von Redakteuren und von GASAG-Kunden, die Schweinegrippewelle und eine neue Welle

25.08.2009

Die Grünen überlassen das weibliche Geschlecht den Piraten

Phil in am 25. August 2009, 14:06   4 Kommentare »

Grüne Frauen zu den Piraten? | Foto: Phil v. Sassen (HSB)

Komisch hätte ich von den “Jungs” gar nicht erwartet …

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Graffiti und Berlin: Muralismo von Riviera über Lingner, Womacka bis Heute

Michael in am 25. August 2009, 12:16   8 Kommentare »

Politisches Graffiti im Stil eines Mural, August 2009 Foto: MM (HSB)

Graffiti, Wandbild, Mural – México, UdSSR, DDR, Berlin

Kunst im öffentlichen Raum, Graffitis und Auftragsarbeiten können beide Stellung nehmen zu öffentlichen Themen. Insofern hat das Graffiti oben mit einem Wandbild und den Darstellungen von Walter Womacka am Haus des Lehrers (bcc) oder das Wandbild am BMF von Max Ligner eine Menge gemeinsam.

Das an der Außenfläche des YAAM befindliche Graffiti an der Mühlenstraße ist eigentlich ein klassisches Mural, ein Wandbild, welches eine Geschichte erzählt.

Hier ist es der boxende Berliner Bär, der gegen das gigantische, das Spreeufer verschandelnde Werbeschild der o2 World kämpft und es lädiert hat. Die Arena-Betreiber und Finanzierer wiederum diktieren, was auf die Mauer gemalt wird, viel Polizei ist am Anleger gegenüber der Mehrzweckhalle zu sehen. Der Fernsehturm schaut mit kritischem Blick zu – ein freches Wandbild, gut gemalt, greift das aktuelle Berliner Thema MediaSpree mit diesem Wandbild auf, die Finanzwelt nimmt Einfluss auf die Freiräume der Berliner Sub Kultur.

Max Lingner Wandbild am BMF in Berlin, Wilhelmstrasse, 1952 Teilansicht Foto: MM (HSB)

Zuerst im nachrevolutionären México, dann in der UdSSR, schließlich in der DDR: Mauerbilder sind ein beliebtes Darstellungsmittel sozialistischer und kommunistischer Machthaber, um dem Volk sich selbst darzustellen aus Sicht der Parteiführung: ArbeiterInnen, Bauern, AkademikerInnen, Kinder für den technischen Fortschritt im Dienste der Revolution.

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Dienstag, den 25. August 2009

Linda in am 25. August 2009, 11:13   10 Kommentare »

Nix Neues in Berlin. Dass Jugendliche saufen, ist für mich keine Nachricht, höchstens ein Indiz, dass der “Nanny-State” wieder über Verbote nachdenkt, die später zu

WLAN in der Stabi

Günter in am 25. August 2009, 09:55   2 Kommentare »

Wurde auch Zeit: In der Staatsbibliothek gibt es jetzt WLAN.

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Clapps Liebling

Jürgen in am 25. August 2009, 07:51   20 Kommentare »

Die Einkaufskette Kaiser`s ist in Berlin gut vertreten, in Mitte z.B. u.a. in der Leipziger Straße und in der Karl-Liebknecht-Straße. Gestern war ich wieder mal in der Filiale Fehrbelliner Straße, die sich zwischen Mitte und Prenzlauer Berg befindet. Diese Halle, vor Jahren mit einem etwas rumpeligen Charakter, hat sich positiv verändert: Sehr übersichtlich, sauber und freundlich. Der Clou, und das habe ich bisher in keiner anderen Halle feststellen können: Es gibt einen Babywickelraum! Wenn das kein Standortvorteil für die Mütter der Umgebung ist!

Der Herbst naht und damit die Erntezeit für viele Obstsorten in der Region. Auf bestimmte Erdbeersorten, deren Zeit jetzt natürlich vorbei ist, hab ich schon mal hingewiesen. Jetzt kommen u.a. die Birnen an die Reihe. Bei Kaiser`s wird man diese Sorten kaum bekommen. Dafür gibt es sie jetzt auf den Märkten in und um Berlin, darunter Clapps Liebling, eine mittelgroße, saftige und im Geschmack vortreffliche Birne!

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