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Zvezda M 503 A (Dragon Fire)

Zvezda M 503 A
Zvezda M 503 A
erster Testlauf

Der wohl stärkste Motor der Pulling-Welt

Kernstück des Dragon Fire ist der Schiffsdieselmotor M503A aus dem Hause Zvezda in St. Petersburg. Um Gewicht zu sparen, wurden das Getriebe und der gesamte Wasserkühlkreislauf zurückgebaut. Der Motor wird im Einsatz mit Methanol gefahren. Die Methanoleinspritzung wird durch die originalen Dieselpumpenelemente gesteuert.

Technische Daten:

  • Motortyp: M 503A
  • Leistung: 10.000 PS
  • Zylinderanordnung: Sternförmig in sieben Blöcken
  • Anzahl der Zylinder: 42
  • Hubraum: 147,10 ltr.
  • Verdichtung: 10,4 : 1
  • Ladedruck: 2,1 bar
  • max. Drehzahl: 2.500 U/min
  • Verbrauch bei voller Leistung: 4,5 ltr. pro Sekunde
  • Anzahl Zündkerzen: 126 (3 Stk. pro Zylinder)
  • Anzahl Magnetzündanlagen: 21
  • Gewichtsklasse: 5,4 t

Hier eine Bildergallerie der gesamten Umbauphase.

Im Nachfolgenden wird der Motor in seinem Urzustand beschrieben.

Der Schiffsdiesel M 503 A ist ein schnell laufender, aufgeladener Mehrzylinder-Viertakt-Sternmotor mit Wasserkühlung. Je drei Motoren bildeten den Antrieb der Raketenschnellboote (RSB) "Projekt 205" und der Torpedoschnellboote (TSB) "Projekt 206" der Volksmarine der ehemaligen DDR. Diese Boote wurden in den sechziger Jahren durch die UdSSR geliefert und bildeten etwa für 20 Jahre das Rückgrat der "Stoßkräfte" der Volksmarine.
Der Zylinderblock und der Zylinderkopf des Motors sind aus einer Aluminiumlegierung gegossen. In den Zylinderblock sind die Stahllaufbuchsen eingepresst, die im Unterteil mit Gummiringen abgedichtet sind. Die Zylinderblöcke sind am Kurbelgehäuse mit Zugankern befestigt, die in die Sektionen des Kurbelgehäuses eingeschraubt sind. Das Kurbelgehäuse besteht aus sieben Stahlsektionen, die untereinander mit Passschrauben verbunden sind. Die Kurbelwelle läuft im Kurbelgehäuse auf sieben Rollenlagern, von denen das Spurlager (Lager 7) die Kurbelwelle in axialer Richtung arretiert.
Zu jedem Stern, der aus sieben Zylindern besteht, gehört eine Pleuelgruppe mit einem Hauptpleuel und sechs Nebenpleueln. Die Nebenpleuel sind mit dem Hauptpleuel durch Bolzen verbunden, die in die Augen des Hauptpleuels eingepresst sind. Die Kolben sind aus Aluminium mehrstufig geschmiedet. Jeder Kolben ist mit zwei Kompressionsringen aus Stahl und zwei Ölabstreifringen aus Gusseisen bestückt. Die Kolbenbolzen sind schwimmend gelagert.
Jeder Zylinderkopf ist mit zwei Einlass- und zwei Auslassventilen ausgerüstet. Die Ventile werden von der Nockenwelle über Kipphebel gesteuert, die im Oberteil des Pumpenblockes eingebaut sind. Die Nockenwellen werden von der Kurbelwelle über ein Zahnradgetriebe und Königswellen angetrieben. An den Einlasskanälen der Zylinderblöcke sind Ansaugrohre befestigt, die mit dem Gehäuse des Gebläses des Abgasturboladers verbunden sind. Entlang der Zylinderblöcke sind die Abgassammelleitungen angebracht, aus denen die Abgase über die Abgaskrümmer zum Abgasturbolader gelangen.
Am vorderen Flansch des Kurbelgehäuses des Motors ist der Geräteantriebsblock befestigt, in dem sich das Zahnradgetriebe für den Antrieb der Nockenwellen, der Spritzversteller und die Kühlwassersammeleitung des Motors befinden. Zwei Frischwasserkreiselpumpen sind am Gehäuse des Gebläses montiert. Sie fördern das Wasser über die Sammelleitung im Übergangsteil in die Zylinderblöcke.
Das Schmierschema des Motors: Aus dem Umlaufbehälter wird das Schmieröl von der Druckpumpe angesaugt und über einen Kontrollfilter, der im Aggregateteil des Motors untergebracht ist, zur Ölhauptleitung des Motors zur Schmierung gepumpt. Aus dem Motor wird das Öl über einen in der Gabelung des 1. und 7. Zylinderblockes liegenden Sammler zum Ölsumpf des Gehäuses der Umsteuerkupplung abgeführt. In diesen wird auch durch spezielle Ölabsaugpumpen das Öl aus den beiden unteren Zylinderblöcken und dem Gehäuse des Getriebes gepumpt. Aus dem Ölsumpf wird das Öl abgesaugt und über einen separat aufgestellten Ölfilter und einen Kühler in den Umlaufbehälter zurückgepumpt.

Technische Daten (Urzustand):

  • Werksbezeichnung des Motors: M 503A
  • Motortyp: Viertaktdieselmotor mit Umsteuerkupplung und Abgasturboaufladung
  • Zylinderanordnung: Sternförmig in sieben Blöcken
  • Anzahl der Zylinder: 42
    Zählfolge der Zylinderblöcke: von I. links unten beginnend rechtsherum bis zum VII, (von der Laderseite aus gesehen)
    Zählfolge der Zylinder: von 1 bis 6 (von der Seite des Abgasturboladers beginnend)
  • Zylinderbohrung D: 160 mm
  • Kolbenhub:
    a) Zylinderblock III (Hauptpleuel): 170,00 mm
    b) Zylinderblöcke II und IV: 174,80 mm
    c) Zylinderblöcke I und V: 178,10 mm
    d) Zylinderblöcke VI und VII: 171,98 mm
  • Hubraum: 147,10 ltr.
  • Verdichtung: 13
  • Drehrichtung der Kurbelwelle: links
  • Umsteuerkupplung: Reibungssyncronisator mit starrer Kupplung bei Vorwärtsfahrt und mit Planetengetriebe mit Bremsband für Rückwärtsfahrt
  • Leistung des Motors bei 2.200 U/min: 2.940 kW (ca. 4.000 PS)
  • Gesamtbetriebsdauer: 600 h
  • spezifischer Kraftstoffverbrauch: 231 g/kWh (170g/PSh)
  • Einspritzpumpen: Einplungerpumpen, je Zylinder eine Pumpe
  • Einspritzdüsen: Abspritzdruck 245 bar
  • Voreinspritzwinkel: 23° bis 28° vor OT
  • Ladeluftdruck: max. 2,1 bar
  • Anlasssystem des Motors: Druckluftsystem
    max. Druck der Anlassluft: 150 bar
  • Abmessungen des Motors: (mit Umsteuerkupplung und Getriebe)
    Länge: 3.700 mm
    Höhe: 1.560 mm
    Breite: 1.560 mm
  • Trockenmasse des Motors: 5.400 kg (mit Getriebe und Aggregaten)
  • Kühlwasserfüllung im Motor: max. 160 kg
  • Schmierölfüllung im Motor: max. 70 kg

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Isotow TV 2-117 (Kiepenkerl III)

Kiepenkerl III
Turbine Isotow TV 2-117

Das Klimow TV2-117 (auch Isotow TV2-117) ist eine im Jahr 1964 entwickelte Hubschrauberturbine des russischen Triebwerksherstellers Klimow für die Mil Mi-8 und deren Exportversion Mi-17. Sie ist die am häufigsten eingebaute Hubschrauber-Turbine der Welt. Die Startleistung beträgt 1.500 PS.

Das Unternehmen Klimow in Sankt Petersburg, Russland wurde nach seinem ehemaligen, 1960 verstorbenen Chefkonstrukteur Wladimir Klimow benannt. Sein Stellvertreter und Nachfolger, Sergei Petrowitsch Isotow, konstruierte das Triebwerk und das zugehörige Untersetzungsgetriebe. Die Produktion erfolgte in der Perm Engine Company, es wurden mehr als 23.000 Stück hergestellt. Nachfolgemodell war das Klimow TV3-117.  

Versionen:

  • TV2-117A, (1964) die Ursprungsversion
  • TV2-117AG, (1985) mit verbesserter Lagerabdichtung
  • TV2-117F, für Mi-8FT (mit erhöhter Notleistung)
  • TV2-117TG, ein Versuchsträger für die Mi-8TG, der mit verschiedenen Kraftstoffen und unter extremen klimatischen Bedingungen betrieben werden kann  

 

Technische Daten:

  • Startleistung: 1500 PS
  • Spezifischer Verbrauch bei Startleistung: 374 g/kWh
  • Dauerleistung: 1000 PS
  • Spezifischer Verbrauch bei Dauerleistung: 421 g/kWh
  • Länge: 2843 mm
  • Breite: 550 mm
  • Höhe: 748 mm
  • Gewicht: 334 kg 

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Continental AVI-1790-8 (Kiepenkerl I + II)

Kiepenkerl I
Kiepenkerl II
Continental AVI-1790-8

Diese Motoren vom Typ AVI-1790-8 wurden u. a. in dem Bergungspanzer MX 48 eingebaut. Der Motor wird über zwei große Ventilatoren, die auf ihm, in einem speziellen Gehäuse sitzen, montiert sind, gekühlt. Sie werden von der Kurbelwelle über das vorne sitzende Steuergetriebe mittels eines Axialgetriebes angetrieben. Dafür sind ca. 200 PS der Motorleistung nötig. Die Nockenwelle wird über Königswellen gesteuert.

Pro Zylinder besitzt der Motor zwei Zündkerzen und somit auch zwei Magnet-Zündanlagen des Fabrikats Bendix-Scintilla oder American-Bosch. Dazu kommen zwei Einspritzpumpen, eine Kraftstofförderpumpe als Flügelzellenpumpe und eine E-Kraftstoffpumpe von Continental-Energie. 

Technische Daten:

  • Hubraum: ca. 29,4 Liter
  • Zylinder: V 12,  90 °
  • Bohrung: 146,1 mm
  • Hub: 146,1 mm
  • Verdichtung: 6,5 : 1
  • Leistung: 820 PS bei 2.800 U/min
  • Drehmoment: 2260 Nm oder 226 kpm bei 2.250 U/min
  • Leerlaufdrehzahl: 650 U/min
  • Vollastdrehzahl im Panzer: 2.800 - 2.830 U/min
  • Leergewicht: 1.384 kg

Daten der Elektronik:

  • Batterieanlage: 24 V,  200 AH
  • Generator: 27,5 V,  300 A
  • Drehzahl des Anlassers: 42 U/min
  • Drehmoment des Anlassers: 1240 Nm oder 124 kpm  

 

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